Was übrigbleibt 2
architectural tuesday im Wintersemester 2026/27
Vortragsreihe der Fakultät der Architektur, TH Köln
Weiter- und Wiederverwenden, kreatives Aneignen und Umnutzen sind für die Architektur nicht neu, sondern blicken auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Diese Phänomene machen eine wichtige Kulturtechnik und Praxis der Architektur aus, die allerdings mit dem Fortschrittsglauben der Moderne in den Hintergrund getreten war. Es setzte sich mehr und mehr die Logik durch, vielleicht vor gar nicht allzu langer Zeit errichtete Bauten abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen, war der wirtschaftliche Druck nur groß genug. Die Frage, ob diese Bauten am Ende ihrer physischen Lebensdauer angelangt waren, fiel nicht ins Gewicht. Entscheidend war, dass sie ihre wirtschaftliche Lebensdauer überschritten hatten.
Vor dem Hintergrund von Kreislaufwirtschaft und zirkulärem Bauen rücken die Gebäude selbst und die in ihnen verbauten Teile und Materialien in den Fokus von Architektur und Bauwirtschaft. Denn ein Gebäude hat nicht die eine Lebensdauer. Vielmehr haben seine Teile und die in ihm verbauten Teile unterschiedlich lange Lebensdauern. Und um das Ganze zu erhalten oder Teile weiterzuverwenden, ist es unerlässlich, punktuelle Eingriffe vorzunehmen und Komponenten auf ihre Reparaturfähigkeit hin zu betrachten. Beim Bauen muss die Alterung heute schon im Planungsprozess vorhergesehen, eingeplant und eingepreist werden.
So stellen sich Erhaltungs- und Nutzungsfragen: Wie zum Beispiel können Bauten erhalten werden, deren Substanz noch trägt, die aber aus der (ihnen ursprünglich zugedachten) Nutzung gefallen sind? Wird ihnen zum Verhängnis, dass sie schlicht am falschen Ort stehen – nämlich dort, wo eine andere Nutzung nur schwer anzusiedeln ist? Welche Überlebenschance haben sie, welche die in ihnen verbauten Materialien und Komponenten? Könnten letztere nicht auch anderswo gebraucht werden? Und was sagt eigentlich das, was wir für nutzlos erachten und entsorgen, über uns und unsere (Bau-)Kultur aus?
Nachdem wir uns beim architectural tuesday bereits im letzten Semester mit solchen Fragen beschäftigt haben, setzen wir die Reihe im Wintersemester 2026/27 fort. Wir werden erneut über das sprechen, was übrigbleibt, was übriggeblieben ist und was vielleicht einmal übrigbleiben wird.

Beschreibungstext folgt in Kürze.
REFERENTINNEN UND REFERENTEN
Der ‚architectural tuesday‘ der Fakultät für Architektur
Bereits seit 2009 bildet die Veranstaltungsreihe ‚architectural tuesday‘ einen festen Bestandteil im Semesterprogramm unserer Fakultät. Sie ist für uns gleichermaßen Inspiration und Herausforderung. Dabei versuchen wir Themen aufzugreifen und Menschen einzuladen, die uns bewegen, faszinieren und von denen wir lernen können. Initiiert wird die Vortragsreihe immer von Personen aus unserer Fakultät. Mit dem architectural tuesday fördern wir die exzellente Lehre an der Architekturfakultät. Wir wollen Studierende, Lehrende und die breite Öffentlichkeit informieren und motivieren.
AKNW Fortbildungsveranstaltung
Die Vorträge des architectural tuesday werden in der Regel in den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung, Architektur und Innenarchitektur mit 2 Unterrichtsstunden als Fortbildung anerkannt.
Gegen eine Gebühr von 20 EUR erhalten Sie die AKNW-Bestätigung am Abend des Vortrags.
Förderung
Der architecturaal Tuesday wird unterstützt durch Gesellschaft zur Förderung der Architektur, des Bauingenieurwesens und der Gebäudetechnik, www.th-koeln.de/GFABG
Medienkooperation
In der Vergangenheit wurde der architectural tuesday ermöglicht durch freundliche Unterstützung von:
Medienkooperation
In der Vergangenheit wurde der architectural tuesday ermöglicht durch freundliche Unterstützung von:

Rückblicke

andere | Mastervertiefung Denkmalpflege /
Planen im Bestand







































































































































































