Sommersemester 2024

Werkzeuge für eine gemeinsame Stadt. Über eine Neuausrichtung im urbanen Diskurs

Vor dem Hintergrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen der Gegenwart und im Anbetracht der aktuellen Umwelt- und Klimakrise stellen sich in der Architektur Fragen nach einem generationsgerechten, chancengleichen und inklusiven Zugang zum Raum als Ressource, als primäre Aufgabe der Raumproduktion. Eine kritische räumliche Praxis kann die fragilen Orte der Stadt, die Orte, an denen Teilnahme wie Teilhabe am Stadt-Machen möglich sind, Orte, die Zugehörigkeit und Halt verleihen und die heute potenziell bedroht sind, aufspüren, transformieren und sichtbar machen.

Wie entwickeln wir adäquate gebaute Lebensräume, die den Individuen und dem Gemeinwesen gleichermaßen Raum geben und Ausdruck verleihen? Wie wächst eine Stadt durch ein kollektives Gedächtnis? Welcher urbane Ausdruck findet ein soziales und solidarisches Miteinander?

Die Vortragsreihe fokussiert virulente Debatten, um die das gemeinschaftliche Leben im Urbanen Raum verschieben und bestimmen: Diversität, Bodenfrage, Fürsorge für den Baubestand und für das Stadtklima. Die Vortragende sprechen über Instrumente, die für Entfaltung einer gemeinschaftlich orientierten Stadt- und Raumproduktion zwingend notwendig sind.

Im letzten Jahr starteten wir eine Trilogie, kuratiert von Adria Daraban und Frédéric Schnee, die sich der Notwendigkeit einer Neuausrichtung im Architekturdiskurs auf unterschiedlichen Ebenen widmet. Unter dem Titel „Neue Werkzeuge im Antrophozän“ begrüßten wir im ersten Teil Gäste wie Marc Angélil, Elke Kransy, Sebastian Marot und Freek Persyn.

Im diesem Sommersemester führen wir die Reihe fort und legen den Schwerpunkt auf die Stadt vor dem Hintergrund demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen der Gegenwart und im Anbetracht der aktuellen Umwelt- und Klimakrise. Die anstehende Vortragsreihe soll Debatten um das gemeinschaftliche Leben in urbanen Räumen fokussieren: Diversität, Inklusion, die Bodenfrage, Fürsorge für die Stadtgesellschaft im Umgang mit dem Baubestand.

Als Kooperationsveranstaltung des Fachbereichs Architektur der Universität Kaiserslautern (vertreten durch Dr. Adria Daraban, Professorin für Architektur Theorie Geschichte ) und der Fakultät für Architektur der TH Köln (vertreten durch Frédéric Schnee und Sabine Schmidt) organisieren wir je drei Abendveranstaltungen in Köln und Kaiserslautern. Dafür heißen wir aus einem transdisziplinären Spektrum Referentinnen und Referenten willkommen, um über Werkzeuge und Methoden zu sprechen, die für die Entfaltung einer gemeinschaftlich orientierten Stadt- und Raumproduktion zwingend notwendig sind.

Der ‚architectural tuesday‘ der Fakultät für Architektur

Bereits seit 2009 bildet die Veranstaltungsreihe ‚architectural tuesday‘ einen festen Bestandteil im Semesterprogramm unserer Fakultät. Sie ist für uns gleichermaßen Inspiration und Herausforderung. Dabei versuchen wir Themen aufzugreifen und Menschen einzuladen, die uns bewegen, faszinieren und von denen wir lernen können. Initiiert wird die Vortragsreihe immer von Personen aus unserer Fakultät. Mit dem architectural tuesday fördern wir die exzellente Lehre an der Architekturfakultät. Wir wollen Studierende, Lehrende und die breite Öffentlichkeit informieren und motivieren.

AKNW Fortbildungsveranstaltung

Die Vorträge des architectural tuesday sind in der Regel in den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung, Architektur und Innenarchitektur mit 2 Unterrichtsstunden als Fortbildung anerkannt.

Gegen eine Gebühr von 15 EUR  erhalten Sie die Bestätigung am Abend des Vortrags.

ACHTUNG: Die Vorträge sind erst beantragt, noch nicht genehmigt.

Medienkooperation

In der Vergangenheit wurde der architectural tuesday ermöglicht durch freundliche Unterstützung von:

Prof. Christoph Kuhn | 18.01.2022