Wettbewerb „Jungfernpfad“ in Alfter-Oedekoven | Juli 2017

Im Rahmen der Aufgabenstellung in den Wahlmodulen „Grün- und Freiflächenplanung“ und „Freiraumplanung und Landschaftsarchitektur“ planten 11 Studierende aus dem Bachelor- und Masterstudiengang unter der Leitung des Lehrbeauftragten und Landschaftsarchitekten Dipl.-Ing. J. Wulfkühler die Umgestaltung des Jungfernpfades in Alfter-Oedekoven. Auf Initiative von Detlef Nath von der CDU Alfter-Oedekoven konnte diese Aufgabe realitätsnah und in Zusammenarbeit mit Bürgern und Politikern umgesetzt werden.

Am 11. April 2017 fand die erste Ortsbesichtigung in Alfter-Oedekoven statt. Zusammen mit D. Nath analysierten die Studierenden das etwa drei Fußballfelder große Areal am Jungfernpfad.

Das Areal ist eine riesige Grün- und Freifläche, welche durch Hauptwege eingefasst wird. Durch das Gebiet erstrecken sich kleine Pädchen, die jedoch durch den vorhandenen Wildwuchs kaum zu sehen oder begehbar sind. Die Bereiche zwischen Jungfernpfad mit den evangelischen und katholischen Gemeindezentren und der Grundschule, als auch der Friedhof und die ehemalige Hauptschule gilt es sinnvoll zu verbinden.

Durch den Kontakt zu den Bürgern, stellte sich in der Vorbereitung auf die Bürgerwerkstatt heraus, dass der Erhalt der großen Grünfläche zur Erholung im Vordergrund steht.

Am 09. Mai 2017 begegneten sich dann zum ersten Mal die Studierenden und die beteiligten Bürger und Politiker. In einem kleinen Workshop stellten sie die geplanten Entwurfsideen vor und entwickelten im Austausch mit den Bürgern und Politikern konkrete Entwürfe.

Link Rundschau-online.de

Am 06. Juni 2017 fand eine Zwischenpräsentation mit den Studierenden, Dipl.-Ing. Wulfkühler und den Bürgern in der TH Köln statt. Grundlagen für die Zwischenpräsentation waren die im Vorhinein erarbeiteten Ergebnisse aus dem Bürgerworkshop am 09. Mai 2017.

Link zum General-Anzeiger-Bonn.de

Nach der Zwischenpräsentation hatten die Studierenden fünf Wochen Zeit, mit der Kritik und Anregung aus der Zwischenpräsentation, ihre Entwürfe weiter zu überarbeiten.

Am 12. Juli 2017 wurden ihre Entwürfe im Ratssaal des Rathauses Oedekoven präsentiert. Etwa 50 Bürger aus Alfter- Oedekoven erschienen und diskutierten angeregt mit den Studierenden. Nach der Präsentation der vier Gruppen konnte jeder Bürger mit einem Punkte System die Entwürfe bewerten. Es konnten Punkte einmal für den ganzen Entwurf und für fünf Elemente aus allen Entwürfen vergeben werden.

GRUPPE 1 Paula Beitnere, Luisa Dahmen, Florian Fiedler

Mit 32 Punkten hatte die Gruppe „ Persken Park“ am meisten Punkte. Sie möchte den Jungfernpfad als historische Kulturlandschaft reaktivieren. Als Leitlinien dienen Alleen mit regionalen alten Obstsorten wie dem Pfirsich “Rekord von Alfter“. Die Alleen sollen Teil eines Lehrpfades sein, auf dem Pflanzaktionen mit Kindern möglich sind. Historische Obstwiesen, Nutzgärten und Wäldchen sollen gestärkt und Sichtachsen geöffnet werden, um Orientierung zu geben.

GRUPPE 2 Anna-Maria Schmitz, Janine Sam, Julian Reuter

Es folgte die Gruppe „Grüner Pfad“ mit 24 Punkten. Grundgedanken waren hierbei eine klare Wegeführung durch das Erschließen von Pädchen, welche an die historischen Pfade erinnern. Zu der Erschließung folgten verschiedene Themengebiete wie zum Beispiel eine reaktivierte Obstwiese, ein Café als zentraler Treffpunkt, und um das Thema der Pfade wieder aufzugreifen, verschieden Erlebnis-, Barfuss-, Trimmdichpfade verteilt über das gesamte Areal, die sich in das Wegenetz einordnen. Weinpergolas sollen die Entrees zu dem Areal zwischen Schulgebäude und Kirche markieren und den historischen Weinanbau in dem Gebiet in Erinnerung wecken.

Um das Gebiet kinderfreundlicher zu machen wurde auch an eine Umstrukturierung der Verkehrsführung gedacht, und weitere Sichtachsen um das Gebiet einzusehen. Um den weiten Blick über Bonn zu gewährleisten wird eine Aussichtsplattform „Sankt Mariä Himmelfahrt“ an der Kirche errichtet.

GRUPPE 3 Patrick Böning, Vivien Bastian, Kim Kellershohn

Gruppe 3 möchte ebenfalls die Wegeführung ordnen und fokussieren einen zentralen atriumförmigen Platz. Am Eingang können Weinspalieren stehen, welche sich wieder auf den historischen Weinanbau beziehen. Zudem soll ein Café in Form eines Pavillions, das sich in die Landschaft einfügt errichtet werden. In der Nähe des Friedhofs planen sie Urban Gardening mit Hochbeeten, die Schul- oder Kindergartenkinder aus der Umgebung bepflanzen können.

GRUPPE 4 Florian Peters, David Pinnekamp

Die Gruppe „Terrassierung“ beschäftigte sich ebenfalls mit der Terrassierung des Geländes. Die alten Sportplätze sollen durch Sitztreppen als Tribüne errichtete werden. Sie setzten sich ebenfalls für die Anpflanzung von Obstbäumen in ihrem Entwurf ein. Für ihren zentralen Platz findet man im Entwurf den Vorschlag ein Café welches je nach Bedarf von den Vereinen oder Privatleuten genutzt werden kann um dort zu feiern. Hinzu käme noch ein Grillplatz, um das Areal weiter zu beleben und der Gemeinde Treffpunkte / Begegnungsplätze zu geben.

Die Ergebnisse dieser effektiven Zusammenarbeit aus Studierenden, Lehrenden, Bürgern und Politikern sollen demnächst den Ratsfraktionen und dem Gemeindeentwicklungsausschuss vorgestellt werden.

 

Fotos: J. Wulfkühler

Text: Janine Sam