Ski- und Architekturexkursion nach Georgien | Nachbericht

Auch in diesem Jahr führte die wiederkehrende Ski- und Architekturexkursion eine Gruppe von Studierenden nach Georgien. Neben mehreren Skitagen im Kaukasus bot die Reise die Möglichkeit, Landschaft, Architektur und Kultur des Landes kennenzulernen sowie den Austausch mit den georgischen Gastgebern weiterzuführen.


Die Exkursion ist Teil von SKIA, einem Zusammenschluss der georgischen Architektenkammer, der einen jährlichen Austausch zwischen Architektur und Skifahren organisiert. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Wettbewerbe: ein Skirennen sowie ein Architekturwettbewerb, bei dem jährlich eine neue Entwurfsaufgabe gestellt wird.

Ankunft und erste Eindrücke in Kutaisi

Der erste Tag begann in Kutaisi mit der Erkundung der Stadt und dem Besuch eines nahegelegenen Klosters. Anschließend stand die Besichtigung der Prometheus-Höhle auf dem Programm, deren weitläufige Höhlenräume und Tropfsteinformationen einen eindrucksvollen Einblick in die geologische Landschaft der Region geben. Bei sonnigem Wetter konnte die Gruppe erste Eindrücke des Landes sammeln. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen der gesamten Gruppe.

Besuch eines Klosters bei Kutaisi

Tropfsteinformationen in der Prometheus-Höhle

Fahrt in den Kaukasus

Am zweiten Tag führte die Reise weiter nach Mestia. Die Fahrt durch das Gebirge bot eindrucksvolle Ausblicke auf die Landschaft des Kaukasus. Gleichzeitig zeigte sich entlang der Strecke die besondere bauliche Prägung der Region: traditionelle Architektur, historische Dorfstrukturen sowie Gebäude und Ruinen aus der Sowjetzeit bilden vielerorts ein vielschichtiges Bild.

Eindrücke aus Mestia: Traditioneller Wehrturm der Region Svanetien

Alltagsszene in Mestia: Tiere auf der Straße und im Ort

Skitage in Hatsvali und Tetnuldi

Die folgenden Tage standen im Zeichen des Skifahrens. Zunächst wurde das Skigebiet Hatsvali erkundet. Am darauffolgenden Tag führte die Fahrt in das höher gelegene Skigebiet Tetnuldi. Bereits die Anreise über verschneite Bergstraßen entlang steiler Hänge war ein Erlebnis. Neben den Skitagen blieb Zeit, den Ort Mestia zu erkunden. Besonders prägend für das Ortsbild sind die traditionellen Wehrtürme, die seit Jahrhunderten Teil der regionalen Baukultur sind.

Gemeinsamer Skitag im Skigebiet Hatsvali

Gruppe der Exkursion im Skigebiet Tetnuldi

Weitere Eindrücke vom Skitag im Skigebiet Tetnuldi

Skirennen und Architekturwettbewerb

Ein besonderer Höhepunkt war das jährlich stattfindende Skirennen im Skigebiet Hatsvali mit rund 120 Teilnehmenden. Drei Studierende konnten dabei besonders erfolgreich abschneiden:  

Sina Eschweiler belegte den ersten Platz im Wettbewerb der Studentinnen, Emelie Pustelnik erreichte den zweiten Platz. Leo Kück sicherte sich den dritten Platz im Wettbewerb der Studenten.

Parallel dazu wurden die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs präsentiert. Aufgabe war es in diesem Jahr, ein Hotel für den Standort Mestia zu entwerfen. Die große Vielfalt der Entwürfe zeigte unterschiedliche Herangehensweisen an den Ort und seine landschaftlichen sowie kulturellen Bedingungen. Besonders interessant war der Vergleich der Perspektiven der georgischen und deutschen Teilnehmenden, bei denen sich sowohl Unterschiede als auch überraschende Parallelen erkennen ließen.

Siegerehrung des SKIA-Skirennens: Emelie Pustelnik, Sina Eschweiler, Leo Kück

Abschluss und gemeinsamer Abend

Der letzte Skitag fand erneut in Hatsvali statt und wurde mit einem gemeinsamen Abschiedsessen in einer Skihütte beendet. Am Abend folgte die Siegerehrung des Skirennens sowie die Auszeichnung der Entwürfe aus dem Architekturwettbewerb. In diesem Rahmen wurden auch Gastgeschenke überreicht: Mit einem Zertifikat, einem T-Shirt und weiteren Präsenten bedankte sich die Gruppe für die große Gastfreundschaft und die inzwischen dreijährige Zusammenarbeit im Rahmen der SKIA-Exkursionen. Der Abend endete mit einer gemeinsamen Feier.

 Übergabe von Gastgeschenken als Dank für drei erfolgreiche SKIA-Exkursionen

Rückreise

Nach einer kurzen Nacht trat die Gruppe schließlich die Rückfahrt durch die Berglandschaft des Kaukasus an – mit zahlreichen Eindrücken aus einer intensiven Woche zwischen Architektur, Landschaft und Wintersport.

Eine Fortsetzung der Exkursion ist bereits geplant – auch im nächsten Jahr soll der Austausch zwischen Architektur und Skifahren in Georgien weitergeführt werden.

Fotos: Studierende der Exkursion  

Text: Leo Kück