Drei Studierende der TH Köln beim European Hackathon 2026 I Nachbericht
Drei Studierende der TH Köln hatten die Möglichkeit, am European Hackathon 2026 an der Université Gustave Eiffel in Paris teilzunehmen. Fünf Tage, mit knapp 50 Studierenden aus ganz Europa, ein gemeinsames Ziel: Lösungen für Mobilität in ländlichen und weniger dicht besiedelten Regionen zu entwickeln.

Gruppenfoto im Umweltministerium
Vorher
Vorbereitung über Ländergrenzen hinweg
Noch bevor wir uns in Paris getroffen haben, gab es mehrere digitale Vorbereitungstreffen. Hier haben wir unsere Teams kennengelernt, erste Ideen gesammelt und uns auf die Challenge eingestimmt. Was dabei direkt auffiel: Die Zusammenarbeit über verschiedene Länder, Studiengänge und Perspektiven hinweg war von Anfang an überraschend unkompliziert – und genau das hat sich später als einer der größten Mehrwerte herausgestellt.
Vor Ort
Zwischen Post-its, Code und Kaffee


Großer Arbeitsraum mit vielen Teams
Vor Ort ging es dann richtig los. Der Hackathon war geprägt von intensiven Arbeitsphasen, spontanen Diskussionen und ständig neuen Ideen. Zwischen Laptops, Whiteboards und unzähligen Post-Its wurde analysiert, verworfen, neu gedacht und weiterentwickelt. Es war genau diese Mischung aus Struktur und Chaos, die den besonderen Reiz ausgemacht hat. Jeder Tag brachte neue Herausforderungen – aber auch Fortschritte, die man direkt sehen konnte.
Ideen
Drei Perspektiven auf Mobilität

Teamarbeit im Garten
Wir haben im Hackathon in drei verschiedenen Teams gearbeitet – und jedes hat das Thema Mobilität aus einer etwas anderen Perspektive angegangen. Leo´s Team hat mit Trust2Move an einer Navigationslösung für ländliche Regionen gearbeitet, die verschiedene Verkehrsmittel kombiniert und Menschen besser vernetzt – mit dem Ziel, CO₂ zu sparen und Kosten zu reduzieren. Lilli´s Team hat VIRA entwickelt: einen mobilen Hub, der wichtige Services wie Einkauf oder medizinische Versorgung direkt in Dörfer bringt. Und Antonia´s Team hat mit ETUDRIVE ein Carsharing-Konzept speziell für Studierende entworfen.
Auch wenn die Ansätze unterschiedlich waren, ging es am Ende für alle um die gleiche Frage: Wie kann Mobilität nachhaltiger und gleichzeitig sozialer werden?
Der finale Pitch
Ein besonderer Moment

Vorbereitungen für den Pitch am Rednerpult
Der Höhepunkt des Hackathons war der finale Pitch – und der hatte es in sich. Präsentiert wurde im französischen Umweltministerium, vor Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und europäischen Institutionen.
Gewinnerteam aus der TH Köln

Gewinnerteam VIRA um Lilli Bieler
Besonders gefreut hat uns, dass eine Gruppe der TH Köln den ersten Platz gewinnen konnte. Die Idee „VIRA (Village Integrated Resources and Amenities)“ überzeugte die Jury mit einem neuen Ansatz: Statt Menschen zu Services zu bringen, werden die Services zu den Menschen gebracht. Ein mobiler Multi-Service-Hub, der Dinge wie Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und soziale Treffpunkte zurück in ländliche Regionen bringt – und so nicht nur Mobilität, sondern auch Lebensqualität verbessert. Die Jury hob insbesondere den Perspektivwechsel sowie die Umsetzbarkeit und den praktischen Nutzen hervor.
Mehr als nur ein Wettbewerb

Fahrt auf der Seine durch die Stadt
Neben den Projekten bleibt vor allem eines hängen: die Erfahrung. Die Zusammenarbeit mit Menschen aus ganz Europa, die intensive Arbeitsatmosphäre und die vielen Gespräche zwischendurch haben den Hackathon zu etwas Besonderem gemacht.
Möglich wurde das Event durch die Unterstützung von AFIT France sowie Programme und Netzwerke wie die Pioneer Alliance und Erasmus+.
Für uns war es eine intensive, lehrreiche und vor allem inspirierende Zeit – und definitiv eine Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Link zu englischsprachigem Artikel der Université Gustave Eiffel: https://www.univ-gustave-eiffel.fr/en/all-news/news-in-detail/5th-european-hackathon-what-solutions-are-there-for-transport-in-low-density-areas
Fotos 1-7: Vincent Gerbet
Titelbild: Antonia Fischer
Text: Leo Kück