Erinnerungskultur in der Krise
Der DFG-Forschungsimpuls „Erinnerungskultur in der Krise“ entwickelt die Erinnerungskulturforschung auf innovative Weise weiter, indem er diese mit transdisziplinärer Krisenforschung und partizipationsorientierten Forschungsmethoden kombiniert. Ziel ist es, die Auswirkungen von Krisen auf die Erinnerungskultur zu untersuchen sowie die Verflechtungen von Krisen in Bezug auf die Erinnerungskultur unter Rückgriff auf die aktuelle Polykrisendebatte zu analysieren. Dabei werden partizipationsorientierte Methoden in die Erinnerungskulturforschung eingeführt und um Techniken aus der Designforschung erweitert.
Im Sinne der Polykrisendebatte fokussiert sich das Projekt auf drei übergeordnete Themenfelder: Erstens werden die Auswirkungen der Klimakrise auf Kulturgüter und das kulturelle Erbe analysiert. Zweitens thematisiert das Vorhaben die Auswirkungen von Krisen auf Erinnerung in der postmigrantischen Gesellschaft. Drittens wird untersucht, wie künstliche Intelligenz die digitale Erinnerungskultur beeinflusst.
Die Professor*innen Prof. Marco Hemmerling, Prof. Dr. Daniel Lohmann und Prof. Sabine Tastel der Fakultät für Architektur bearbeiten jeweils ein Teilprojekt der oben genannten Themenfelder. Marco Hemmerling untersucht gemeinsam mit Dr. Jens Fehrenbacher die Auswirkungen und Potenziale von KI für die Genese architektonischer Erinnerung mithilfe der BIM-Methode. Daniel Lohmann analysiert gemeinsam mit einer/einem Doktorand*in aktuelle Herausforderungen und Strategien zur Anpassung und Bewahrung von Architektur als kulturellem Gedächtnis in Klima- und Gesellschaftskrisen. Die Forschung von Sabine Tastel und Dr. Sung Un Gang konzentriert sich auf urbane Räume in der postmigrantischen Gesellschaft.
Zudem sind neben den genannten Beteiligten der Architekturfakultät sechs weitere Professor*innen aus den Fakultäten Angewandte Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften der TH Köln beteiligt. Dazu wird eine W2-Professur eingerichtet und insgesamt sechs Doktorand*innen- sowie drei Postdoktorand*innenstellen geschaffen. Zusätzlich wird zur Verstetigung der Erinnerungskulturforschung an der TH Köln nach Auslaufen der DFG-Förderung ein Centre for the Applied Study of Cultural Memory etabliert.
PERSONEN
Sprecherin:
Beteiligte Professor*innen:
Prof.in Dr.in Schahrzad Farrokhzad
Prof. Marco Hemmerling
Prof.in Dr.in Tilly Laaser
Prof. Dr.-Ing. Daniel Lohmann
Prof. Dr. Lasse Scherffig
Prof.in Dr.in Friederike Siller
Prof. Sabine Tastel
Prof. Andreas Wrede
Weitere Wissenschaftler*innen:
Dr.in Christina Clausen
Dr. Jens Fehrenbacher Dr. Sung Un Gang
Dr. Alexander van Wickeren
LAUFZEIT
2026-2030
FÖRDERGEBER Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)