22.10.26
Barbara Buser

Filmvorführung
„Pionierin der Nachhaltigkeit“
Wie können wir mit dem Bestand weiterbauen, statt immer wieder neu zu bauen? Der Film „Pionierin der Nachhaltigkeit“ porträtiert die Basler Architektin Barbara Buser, die sich seit Jahrzehnten für einen verantwortungsvollen Umgang mit der gebauten Umwelt einsetzt. Sie bewahrt Gebäude vor dem Abriss, setzt auf die Wiederverwendung von Baumaterialien und entwickelt ehemalige Industrieareale zu lebendigen urbanen Räumen weiter.
Mit ihrem Engagement für Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonendes Bauen und soziale Nachhaltigkeit zeigt Barbara Buser, wie Architektur jenseits des Neubaus gestaltet werden kann. Als erfolgreiche Architektin in einer nach wie vor männerdominierten Branche ist sie zugleich ein Vorbild für eine neue Generation sowie für eine nachhaltigere und gerechtere Baukultur.
Im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren wir mit Barbara Buser über die Zukunft unserer gebauten Umwelt und darüber, wie Umbau, Wiederverwendung und Weiterbauen zu einem grundlegenden Wandel der Architektur beitragen können.
vita
über Barbara Buser
Barbara Buser (*1954 in Zürich) ist eine Schweizer Architektin und Pionierin des nachhaltigen, zirkulären Bauens. Nach ihrem Architekturstudium an der ETH Zürich, das sie 1979 abschloss, arbeitete sie rund zehn Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit im Sudan und in Tansania. Die dort gemachten Erfahrungen im Umgang mit begrenzten Ressourcen prägten ihre spätere Haltung zum Bauen.
1995 gründete sie gemeinsam mit Klara Kläusler die Bauteilbörse Basel, die gebrauchte Bauteile für die Wiederverwendung vermittelt. 1998 gründete sie gemeinsam mit Eric Honegger das Baubüro Mitte, aus dem das heutige baubüro in situ hervorging. Mit Projekten wie dem Kultur- und Gewerbeareal Gundeldinger Feld und dem Umbau des ehemaligen Volksbankgebäudes zum öffentlichen Treffpunkt Unternehmen Mitte in Basel setzt sie sich für den Erhalt bestehender Bausubstanz, die Wiederverwendung von Materialien und die Entwicklung lebendiger urbaner Räume ein.
Zu den weiteren bedeutenden Projekten zählen die Transformation des Lagerplatz-Areals in Winterthur und das K.118, ein Erweiterungsbau, bei dem ein großer Teil der verwendeten Bauteile aus Wiederverwendung stammt. Busers Arbeit verbindet ökologische Verantwortung mit sozialen und städtebaulichen Fragestellungen und zeigt, wie sich bestehende Gebäude und Areale ressourcenschonend weiterentwickeln lassen.
Für ihr Engagement wurde Barbara Buser vielfach ausgezeichnet. 2020 erhielt sie gemeinsam mit Eric Honegger den Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim. 2021 wurde das Projekt K.118 mit dem Global Gold Award der Holcim Foundation for Sustainable Construction ausgezeichnet. 2024 erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA).